Mein Wunsch ist es, viele
interessante Beiträge zu diesem Thema zu sammeln und zu veröffentlichen. Wer
Informationen zu diesen Themen - kein Klatsch - für die Allgemeinheit zur
Verfügung stellen möchte, aber keine eigene Homepage hat, kann sie mir gerne
zusenden unter dem Feedback-Formular; sie
werden mit Ihrem Namen hier veröffentlicht.
Ist
das Alles wohl wahr in Deutschland?
Die
grundsätzliche "Achtung vor dem Menschen" überhaupt, jeglichen
Alters und jeglicher Nationalität scheint nicht mehr selbstverständlich zu
sein?!
Liegt
es vielleicht an unserer auf Profit ausgelegten Gesellschaft, die nur noch das
achtet, was Vermehrung von Materiellem verspricht? Es
geht um die grundsätzliche Bereitschaft, zu dulden, dass Menschen - egal wie
alt und welcher Nationalität auch immer - gemobbt, verunglimpft, ausgelacht,
verspottet, nicht ernst genommen werden in ihrer persönlichen Art und letztlich
sogar angegriffen werden - und der Tod mit eingeplant oder geduldet wird - und dass
evtl. Zuschauer nicht eingreifen!
Es
wird höchste Zeit, dass der Wertbegriff der "Achtung vor allem Leben"
wieder zur Selbstverständlichkeit wird; und dass dies zum grundsätzlichen
Inhalt jeglicher Erziehung gehört, zu Hause bei allen Menschen und in allen
öffentlichen Einrichtungen!
Es
gibt keinen einzigen Grund, Meinungen und Ansichten durch körperliche Gewalt
oder Terror durchsetzen zu müssen. Wer dennoch dazu steht, stellt sich von
selbst außerhalb jeder modern denkenden Gesellschaft.
Ecstasy

Bunte
Pillen - bittere Folgen
Ecstasy
ist die Partydroge Nummer eins. Allein in Deutschland greifen 550.000, zumeist
Jugendliche, zu den "Glückspillen
Musik,
Mode und vor allem Party machen, möglichst jedes Wochenende: "Hauptsache
Spaß" ist das Motto vieler Jugendlicher. Und das heißt oft auch, zu
illegalen Drogen zu greifen. Denn Gefühle wie Glück, Nähe und Euphorie lassen
sich auch künstlich, chemisch erzeugen, zum Beispiel mit Ecstasy. Inzwischen
gibt es die kleinen, bunten Pillen in fast jeder Diskothek für 20 Mark pro Stück
zu kaufen.
Der in Ecstasy
enthaltene Wirkstoff (zum Beispiel MDMA = 3,4- Methylendioxymethamphetamin) gehört
zur Gruppe der so genannten "Entaktogene": Drogen, die "die Berührung
des eigenen Innern" ermöglichen. Über die Blutbahn gelangt Ecstasy ins
Gehirn. Sein Angriffspunkt: die Verbindungsstelle zwischen Hirnzellen, die so
genannte Synapse. Hier führt ein elektrischer Impuls dazu, dass Serotonin
freigesetzt wird. Dieser Botenstoff regt dann die nachfolgende Nervenzelle an,
die Information weiterzuleiten.
Genau
an diesem Punkt setzt Ecstasy an. Es provoziert den verstärkten Ausstoß des
Botenstoffs. Die Folge: ein Reizgewitter mit Verstärkung des Erlebens von Außenreizen
und Gefühlen.
Akute
Gefahr für Herz, Kreislauf und Nieren
Ecstasy führt zwar
nicht zur körperlichen Abhängigkeit, hat jedoch trotzdem ein hohes
Suchtpotential. Außerdem werden oft zusätzlich andere Drogen wie zum Beispiel
Amphetamin, das so genannten Speed, konsumiert.
Die
meisten User sind sich darüber im klaren, dass ihre Euphorie eine künstliche
ist und dass der Drogenkonsum akute Gesundheitsgefahren birgt. Aber sie nehmen
sie in Kauf. Die Palette reicht von zu einem gefährlichen Anstieg der Körpertemperatur
(Hyperthermie), einer Schädigung der Muskulatur (Rhabdomyolyse), Krämpfen oder
Panikattacken bis hin zum Hirninfarkt, tödlich verlaufende Herzrhythmusstörungen,
Kreislaufdysregulation oder akutem Nierenversagen.
Messbare
Hirnschäden
Jüngste Studien
unter anderem am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) belegen, dass der
Ecstasy-Konsum auch langfristige Folgen für die Gesundheit hat: Ecstasy schädigt
die Hirnfunktionen. 60 Prozent der Dauerkonsumenten (haben insgesamt 500 und
mehr Tabletten eingenommen) und 30 Prozent der Gelegenheitskonsumenten (haben
insgesamt 100 bis 499 Tabletten eingenommen) haben Gedächtnisprobleme. Die Hälfte
der Dauerkonsumenten leidet unter schweren psychischen Störungen wie Wahn,
Halluzinationen, Personenverkennungen, Persönlichkeitsstörungen oder
Psychosen.
Die Wissenschaftler des UKE haben die
Wirkung von Ecstasy auf das Gehirn mit Hilfe eines so genannten
Positronen-Emmissions-Tomographen untersucht. Damit lässt sich die Hirntätigkeit
detailliert darstellen. Bei Ecstasy-Konsumenten zeigte sich eine deutlich
verminderte Hirnaktivität. Und das sogar unabhängig davon, wie lange die
letzte Drogeneinnahme bereits zurücklag.
Ein Langzeitschaden also, der seine
Ursachen an den Synapsen der Hirnzellen hat: Hier regt Ecstasy nicht nur den
Serotoninausstoß an, der gewünschte Effekt sozusagen, sondern blockiert auch
den Rücktransport in das Nervenende. Serotonin-Mangel entsteht, und die
Nervenenden verkümmern unwiederbringlich. Und so wird für jeden Rausch ein
Teil des Gehirns geopfert, und zwar genau das System im Gehirn, das uns Glück
überhaupt spüren lässt.
Beitrag
von Christian Liffers, bearbeitet für ZDF.online
Link
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Drogen
aus dem eigenen Garten: Der Naturtrip, der im Krankenhaus endet
Tollkirsche,
Stechapfel, Engelstrompete, Schwarzes Bilsenkraut - im Schatten der
modernen Designerdrogen hat sich in den letzten drei Jahren ein Trend hin zum
Konsum von sogenannten Biodrogen entwickelt: Immer mehr Kinder und Jugendliche
experimentieren mit pflanzlichen Wirkstoffen. Eine vom Landeskriminalamt Mainz
erstellte Statistik belegt, das die Fallzahlen steigen. Waren es 1996 noch 35
Vergiftungen in Rheinland-Pfalz, 1997 dann 40, 1998 bereits 51, so wurden schließlich
für das vergangene Jahr 109 Fälle verzeichnet.
Darüber
hinaus wird von dem Rauschgiftexperten beim LKA, Klaus Mohr, eine hohe
Dunkelziffer vermutet, denn nur die wenigsten rennen, wenn ihnen übel ist, zur
Klinischen Toxikologie.
Warum
z.B. Engelstrompete und Stechapfel bei Jugendlichen so hoch im Kurs stehen,
liegt auf der Hand: Sie sind legal, allerorten zu ernten und ihr Effekt ist dem
von Haschisch und Marihuana mindestens ebenbürtig. Allerdings
unterschätzen die Konsumenten ihre Gefährlichkeit: So überwiegt bei vielen
dieser Substanzen die Giftwirkung eindeutig gegenüber einem eventuellen
Rauscheffekt. Der Anwender hat praktisch keine Kontrolle über die effektiv
aufgenommene Wirkstoffmenge, da je nach Standort, Erntezeitpunkt, genetischer
Konstitution usw. der Wirkstoffgehalt von Wildpflanzen außerordentlich stark
schwanken kann.
Die
schädigende Wirkung beruht nicht immer auf dem Inhaltsstoff, der für die gewünschte
Rauschwirkung verantwortlich ist, sondern oft auf den begleitenden
Inhaltsstoffen, die der Drogenzubereitung nicht ohne weiteres entzogen werden können.
Aus diesem Grund häufen sich die Vergiftungen mit biogenen Rauschmitteln und
tauchen in der Notfallstatistik auf.
So
kann der Genuss eines Engelstrompetensuds erhebliche Nebenwirkungen
hervorbringen: Erbrechen, Durchfall, heiße Haut, Gesichtsröte,
Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Herzbeschwerden, Halluzinationen - im
schlimmsten Fall endet der Trip im Tod, herbeigeführt durch zentrale Atemlähmung.
Experten warnen in diesem Zusammenhang vor den Informationen, die auf den
zahlreichen einschlägigen Internetseiten zu finden sind: Häufig sind die dort
empfohlenen Substanzen und Rezepte nicht zur Einnahme bzw. Anwendung geeignet -
es besteht akute Vergiftungsgefahr!
Eine
umfassende Dokumentation einer Fachtagung zum Thema "Biogene Drogen - eine
neue Gefahr?" (1998)
kann
beim

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe, Koordinationsstelle für Drogenfragen und Fortbildung,
kostenlos angefordert werden:
www.lwl.org/ksdf
Entnommen
aus:
http://www.sat1.de/formate/akte2000/
Meine
Meinung dazu:
Müssen
wir das alles haben? Können wir nicht mehr "Nein" sagen? Auch auf die
Gefahr, ein Moralist zu sein: Wir sind leider viel zu sehr abhängig von Lust,
Rausch, Populismus, kurzfristigen angenehmen Entscheidungen usw., sonst würden
wir bewusster gegen uns schädigende Handlungen und Informationen vorgehen. Das
gilt für uns Erwachsenen genauso wie für unsere Kinder, für die wir - auch
wenn es viel bequemer ist, sich nach den Anderen zu richten - verantwortlich
sind. Meistens ist nicht die populäre Entscheidung richtig, sondern die
auf lange Sicht und Konsequenz aufgebaute Entscheidung.
Achten
sie einmal darauf, wie unsere Entscheidungsträger in Politik, Medien und
anderswo populistischen und exhibitionistischen Tendenzen nachlaufen. Sie wollen
uns nicht nur informieren, sondern sie frönen der negativen Lust nach neuesten
Informationen, auch wenn sie für uns überhaupt nicht lebenswichtig sind. Aber
wir selbst sind natürlich auch daran schuld, weil wir nur die neuesten
Informationen wollen, möglichst die, die uns "anmachen", die unseren Süchten
entsprechen. Und wenn wir nicht "gut drauf" sind, dann ist das Leben
nicht mehr lebenswert, oder wir flüchten in alle Genussebenen, die uns zur
Verfügung stehen.
Und
positive Lebensbewältigung findet nicht mehr bei mir, sondern nur noch bei
anderen statt, die Probleme haben, die ich nicht habe, obwohl ich voll davon
bin. - Nur nicht wahrhaben und lieber "Loveparade" und gute Laune
haben..- Natürlich liegt es an mir selbst, wie ich mit Problemen umgehe, wie
ich mit anderen Menschen umgehen kann und will. Nur mit Ignoranz und dem Wunsch
der Wirklichkeit nicht ins Auge zu sehen, geht das Leben "voll in die
Hose". Und mit keiner Droge kann ich auch nur ein einziges Problem lösen
oder gar beheben. Es kommt wieder, wenn ich nüchtern bin!!! Meist verstärkt!!
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Was
viele nicht zu fragen wagen...

Sex im fortgeschrittenen Alter ist in unserer vom Jugendwahn
besessenen Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema. Sexuelle Attraktivität wird
gleichgesetzt mit schlanken Körpern, straffer Haut und jeder Menge Ausdauer und
Energie. Zieht sich folglich jeder reifere Mensch aus seinem Sexualleben zurück?
Wohl kaum. Denn ältere Menschen, so das Ergebnis mehrerer Studien, haben auch
sexuelle Bedürfnisse und sind `im Bett` durchaus aktiv. Und doch ist Sex im
Alter anders. Die Körperreaktionen sind langsamer, auch die Ausdauer ist bei
60-jährigen lang nicht mehr wie bei einem 30-jährigen. Der Leidenschaft muss
dies allerdings keinen Abbruch tun.
Dr. Hans-H. Fröhlich,
Experte in Sachen Sexualität bei der Berliner Tageszeitung `BZ` sagt: `Es wird
alles ruhiger und manches braucht mehr Zeit. Das Zustandekommen einer Erektion
beim Mann dauert länger und geht auch schneller wieder zurück.` Deshalb rät
Dr. Fröhlich: „Es müssen nicht immer Geschlechtsverkehr oder Orgasmen
angestrebt werden. Vertrautheit, Zärtlichkeit, Verständnis, Geduld und mehr
spielerisches Umgehen miteinander sind wichtiger als sportliche Leistungen. Doch
die Einstellung zum Sex muss sich entsprechend ändern und sich nicht an früheren
Leistungen orientieren.
Falsche Angst vor Impotenz
Vor allem Männer haben mit dem Leistungsproblem zu kämpfen. Kein Wunder dass
die Potenzwunderpille Viagra, auch bekannt als `blaues Wunder`, reißenden
Absatz findet. Mit ein bisschen mehr Wissen über den eigenen Körper könnten
sich viele Männer die teure Pille jedoch sparen. `Viele Männer sind sich
einfach nicht bewusst, dass es im Alter länger dauert eine Erektion zu
bekommen, und halten dies fälschlicherweise für Impotenz, dabei sind zehn bis
fünfzehn Minuten ab einem bestimmten Alter ganz normal.`, so Dr. Fröhlich.
Bei Frauen verändert sich der Hormonhaushalt während der Wechseljahre
entscheidend. Lange Jahre lang wurde die verminderte Produktion von Östrogen in
den Eierstöcken als Ursache abnehmenden sexuellen Interesses gewertet. Diese
Theorie ist inzwischen äußerst umstritten. Zwar brauchen Frauen im Alter unter
Umständen längere und intensivere Stimulation, doch der Dauer und Intensität
des sexuellen Empfindens scheint das in der Regel keinen Abbruch zu tun.
Bestehende Vorurteile
Was Frauen und Männer jedoch tatsächlich unterscheidet ist die Wahrnehmung
ihrer sexuellen Attraktivität durch ihre Umgebung. Reife Männer mit grauen
Schläfen gelten als sexy, während Frauen gleichen Alters es viel schwerer
haben einen Partner zu finden. Bei Frauen lässt unsere Gesellschaft häufig
immer noch nur das Schönheitsideal jung und begehrenswert zu. Kein Wunder also,
dass ältere Männer viel weniger Probleme haben eine gleichaltrige oder in
vielen Fällen sogar eine viel jüngere Partnerin zu finden. Die Zahlen des
Statistischen Bundesamtes über den Familienstand bei den über 65-jährigen
sprechen eine eindeutige Sprache: Während 28 Prozent der Frauen ab 65
verheiratet und 72 Prozent alleinstehend sind, ist es bei den Männern fast
umgekehrt: 75 Prozent von ihnen sind verheiratet und nur 25 Prozent
alleinstehend. `Für die älter werdende Frau ist es daher besonders wichtig,
dass sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt, dass nicht allein auf körperliche
Attraktivität fußt;` rät Dr. Kirsten von Sydow, Psychologin an der Universität
Hamburg
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Gene
bestimmen Umgang mit Scheidung
Streit
folgt auf Streit, es wird geschrieen, geweint und am Ende bleibt meist nur noch
eins - die Trennung. Immer mehr Ehen nehmen diesen traurigen Verlauf. Seit
Jahren steigt die Zahl der Scheidungen in Deutschland weiter an.
Die wirklichen Opfer der Trennungen sind nicht die Eheleute selbst, es sind die
Kinder. Sie leiden am meisten. Nicht nur, weil sie erleben müssen, wie ihre
Eltern auseinandergehen - ihre zarte Psyche muss häufig auch verarbeiten, dass
nur noch Hass und Aggression zwischen den Eltern steht. Eine Erfahrung, die
selten spurlos am kindlichen Geist vorübergeht.
Dass eine Trennung zu einer Anzahl von Problemen, wie Verhaltensstörungen oder
geringeren akademischen Leistungen beitragen kann, wie eine Studie der
amerikanischen Einrichtung „Colorado Adoption Project“ jetzt bestätigte,
ist keine neue Erkenntnis. Neu dagegen ist die Annahme, dass die Gene eine
wichtige Rolle dabei spielen, wie Kinder mit einer Scheidung zurechtkommen.
Über einen Zeitraum von 12 Jahren hatten die wissenschaftlichen Mitarbeiter 398
amerikanische Familien beobachtet. Sie verglichen biologische mit adoptierten
Scheidungskindern. Ergebnis: Trotz sehr ähnlicher äußerlicher Umstände, kam
der adoptierte Nachwuchs sehr viel besser mit der Trennung zurecht, als der
biologische.
Da frühere Studien ergaben, dass die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung von der
genetischen Konstitution einer Persönlichkeit abhängt, glauben Wissenschaftler
nun, dass es vor allem um eine individuelle Verwundbarkeit der Eltern geht, die
sich genetisch auf die Kinder übertragt. Diese, so die Hypothese der
Wissenschaftler, erschwere den Kindern den Umgang mit der Scheidung.
Die Studie wurde im amerikanischen Fachblatt „Developmental
Psychology“ veröffentlicht.
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Das Bundesfamilienministerium will die Gewalt in der
Erziehung eindäm
men. Ein
neues Erziehungsleitbild müsse in der Gesellschaft verankert werden, das auf
Förderung, Fürsorge und Respekt gründe, sagte Familienministerin Christine
Bergmann (SPD
“Wer
geschlagen wird, neigt später selbst dazu, Gewalt anzuwenden.”
— CHRISTINE BERGMANN
Bundesfamilienministerin
Ministerium
startet Kampagne für gewaltfreie Erziehung
Jedes
Jahr würden in Deutschland etwa 150.000 Kinder unter 15 Jahren körperlich
misshandelt. Nach Auskunft des Deutschen Kinderschutzbundes werden 80 Prozent der Kinder
geohrfeigt, fast ein Drittel erhält gelegentlich Prügel.
4,5
MILLIONEN MARK-AKTION
“Wer geschlagen wird, neigt später selbst dazu,
Gewalt anzuwenden”, warnte die Bundesfamilienministerin. Die 4,5 Millionen
Mark teure Kampagne sei auf ein Jahr angelegt und fördere die gewaltfreie
Erziehung mit Plakaten, Anzeigen, einem Fernsehspot und Aktionen. Bereits im
Juli hatte der Bundestag einen Gesetzesentwurf zur Ächtung der Gewalt in der
Erziehung verabschiedet Bayerns Sozialministerin Barbara Stamm (CSU) erklärte
anlässlich des Weltkindertages am Mittwoch, dass sich der Freistaat massiv für
den Kinder- und Jugendschutz einsetzen wolle. Dazu gehöre vor allem der
Medienbereich und das Internet. “Wir wollen unseren jungen Menschen nicht nur
saubere Flüsse, Bäche und Seen, sondern auch saubere TV-Kanäle und ein
möglichst sauberes Internet bieten”, sagte Stamm.
Die deutsche Sektion der Internationalen
Gesellschaft für Menschenrechte wies in München darauf hin, dass weltweit
jeden Tag 60.000 Kinder verhungerten. Von drei Kindern gehe nur eines täglich
zur Schule. Die Situation der Mädchen sei dabei noch schlechter als die der
Jungen. Die Zahl der Straßenkinder gehe in die Millionen.
Die Gesellschaft wies auch auf den
Missbrauch von 250 Millionen Kindern durch Kinderarbeit hin. Dazu komme
Kinderprostitution, Kinderhandel und Kinderpornografie. Kinder seien besonders
in Kriegs- und Krisen-Gebieten gefährdet. 80 Prozent aller Flüchtlinge auf der
Welt seien Frauen und Kinder.
19. September 2000
Mit Material von: DPA
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
Deutscher Kinderschutzbund
Deutscher Familienverband
Kindersache
Unicef (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen)
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So
wünschen sich deutsche Eltern ihre (Muster-)Kinder: höflich, pünktlich und
akkurat, das ergab jetzt eine Studie
Wie Pippi Langstrumpf sollen sie nicht werden und
wie der Struwwelpeter erst recht nicht. Wenn es um die Charakteristika ihrer
Kinder geht, haben deutsche Eltern sehr konkrete Vorstellungen: Höflichkeit,
gutes Benehmen, akkurate, gewissenhafte Arbeit und Toleranz gegenüber
Andersdenken stehen dabei ganz oben auf der Liste der Erziehungsziele. Das hat
jetzt eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach ergeben, bei der
über 2000 Erwachsene aus ganz Deutschland befragt wurden
Die Einigkeit in Erziehungsfragen in Ost und West ist neu. Nach der Wende hatten
sich die Erziehungsziele in den alten und den neuen Bundesländern zunächst
auseinander entwickelt
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Warum
Männer im Alter fremd gehen
Bundeskanzler Gerhard Schröder, die Opernlegende
Luciano Pavarotti, der Rockstar Mick Jagger, Popsänger Chris de Burgh,
Hollywood-Star Michael Douglas und der `Stadtneurotiker` Woody Allen – sie
alle hatten eins gemeinsam: eine verhängnisvolle und ihre langjährige Ehe
beendende Affäre. Ein Phänomen, das jetzt von Wissenschaftlern näher
untersucht wurde. Und siehe da - nun gibt es eine Entschuldigung für Männer
die mit fünfzig Jahren noch einmal einen zweiten Frühling erleben. Angeblich können
sie rein gar nichts dafür, die Gene sind schuld!
Ausgerechnet aus Italien, dem Land in dem Familie ganz groß geschrieben wird,
kommt die Studie an der 3000 Männer im Alter von 50 bis 55 Jahren teilnahmen.
Das Institut für Psychologie in Rom befragte die Männer, wann sie sich in
ihrem Leben wie sehr verliebt hatten. Rund ein Drittel der Befragten gab an,
sich in den späten Vierzigern noch einmal verliebt zu haben. ´Die Männer
hatten auf einmal wieder das Gefühl von Leidenschaft, wie sie es in ihren späten
Zwanzigern erlebt hatten,` so Dr. Willy Pasini, Leiter der Studie.
Amouröse Midlifecrisis
Waren beim ersten Frühling noch die Hormone der Antrieb, ist es bei den
gesetzteren Herren oft die Angst vor dem Alter, die sie zu willigen Opfern von
Amors Liebespfeil macht. `Häufig haben die Männer das Gefühl, in der
Vergangenheit nicht viel mit ihrem Leben angefangen zu haben.` so Dr. Pasini.
`Die einen beschließen dann das Beste aus dem zu machen, was sie haben. Sie
verlieben sich noch einmal Hals über Kopf in ihre Frau und versuchen das Leben
bewusster zu genießen. Die andere Gruppe meint die `vergeudeten` Jahre ganz
schnell wieder wett machen zu müssen und sucht sich dazu eine neue Frau.`
Ein geradezu klassischer Fall dieser amourösen Midlifecrisis, der sich in
letzter Minute jedoch noch eines besseren besann, ist der US-Präsident Bill
Clinton. Genau fünfzig Jahre alt war er, als er die verhängnisvolle Affäre
mit der Praktikantin Monica Lewinsky begann. Hollywoodschauspieler Michael
Douglas hatte etwas mehr Durchhaltevermögen. Bis zum Alter von 53 Jahren konnte
er der außerehelichen Versuchung widerstehen, dann verliebte er sich Hals über
Kopf in Schauspielkollegin Catherina Zeta-Jones (33), die ihn kürzlich zum
jungen Vater machte.
Viele lassen sich scheiden
Laut der italienischen Studie muss das männliche Liebesleben in mehrere Dekaden
eingeteilt werden. Als Teenager und zu Beginn der Zwanziger entdecke der Mann
seine Leidenschaft fürs andere Geschlecht und mache die ersten
Beziehungserfahrungen. Mit Ende Zwanzig, Anfang Dreißig würden die Beziehungen
intensiver, der Durchschnittsmann verspüre den Drang zu heiraten und eine
Familie zu gründen. In den nächsten zehn Jahren erlebte er, was Dr. Pasini die
`Wüstlingsdekade` nennt: Er werde sexuell aktiver (mit oder ohne Ehefrau),
reifer, und genieße das Leben mehr. Mit 40 erreiche der Mann die Phase, in der
er sich entscheide, ob die Ehe gut für ihn ist, oder nicht.
Doch auch Frauen soll es geben, die an dieser amourösen
Midlife-crisis leiden. Prominente Beispiele sind die Hollywood-Schauspielerinnen
Demi Moore, die ihren Ehemann Bruce Willis nach einer heftigen Affäre mit dem
bedeutend jüngeren Kollegen Leonardo DiCaprio verlassen haben soll, und Meg
Ryan, die nach neuen Jahren Ehe mit Dennis Quaid Bestätigung in
Russell Crowe suchte. Im Gegensatz zu Pavarotti, Schröder und Co. sind jedoch
beide reumütig zu ihren Ehemännern zurückgekehrt
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Frauen werden anders krank
als Männer
Frauen sind anders – Männer auch. Das
wissen wir spätestens, seit John Gray seine Bücher mit diesem und ähnlichen
Titeln versehen hat. Der 'kleine Unterschied' ist in vielerlei Hinsicht
sicherlich von Vorteil – in der Liebe etwa. Doch beim Thema Gesundheit kann er
gefährlich sein.
Nach einem Bericht der Zeitschrift VITAL stellt sich in medizinischen Kreisen
zunehmend heraus, dass Frauen anders krank werden. Sie haben andere Risiken und
entwickeln andere Symptome. Daher können sie auf Medikamente anders reagieren
als Männer. Der Grund: Viele Studien und Therapien basieren auf Erkenntnissen,
die an Männern gewonnen wurden. Denn Frauen wurden lange von klinischen Tests
ausgeschlossen, weil ihre hormonellen Schwankungen nach Ansicht der Mediziner zu
ungenauen Messergebnissen geführt hätten.
Natürlich funktioniert der weibliche Körper anders als der männliche. Die
Hormone sorgen zum Beispiel dafür, dass der Stoffwechsel anders arbeitet:
Frauen reagieren anders auf Narkosen und Schmerzmittel als Männer und bauen
Alkohol schlechter ab. Sie leiden häufiger unter Osteoporose, Migräne oder
Depressionen. Das ist vor allem auf hormonelle Prozesse zurückzuführen.
Doch die Medizin hat jetzt entdeckt, dass sie bisher zu einseitig geforscht hat.
Immer mehr Ärzte und Wissenschaftler fangen an, sich mit der weiblichen
Gesundheit zu beschäftigen. In den USA hat die Women’s Health Initiative mit
168.000 Teilnehmerinnen eine große Studie über Frauengesundheit ins Leben
gerufen. Und auch hierzulande wächst das Interesse sehr stark.
Sie selbst können aber auch viel dazu beitragen, um gesund zu bleiben. Generell
gilt: wenig Alkohol, wenig Fett, wenig Nikotin und wenig Koffein!
Bei Osteoporose spielt die
richtige Ernährung eine große Rolle. Wichtig ist auf jeden Fall, genügend
Kalzium und Vitamin D zu sich zu nehmen und täglich genügend Licht zu tanken
– der Körper braucht das UV-Licht, um Vitamin D aufzubauen. Sportliche Betätigung
ist auch wichtig, vor allem Muskelaufbautraining, Rücken- und
Gleichgewichtstraining.
Herzprobleme können ebenso durch gesunde Ernährung,
ausreichende sportliche Betätigung und Entspannung vorgebeugt werden.
Um Migräne vorzubeugen, ist laut Professor Dr. Hans-Georg
Kress, Schmerzexperte in der Universitätsklinik in Wien, ein geregelter
Schlaf-Wach-Rhythmus wichtig. Hilfreich sei auch regelmäßiger Ausdauersport,
allerdings nicht bei akuten Schmerzen. Entspannung könne ebenfalls vorbeugen,
da Migräne viel mit Stress zu tun hat.
Depressionen haben meistens mit dauerhaften seelischen
Belastungen und ungelösten Konflikten zu tun. Wer sein Leben selbstbestimmt in
die Hand nimmt und Probleme nicht verdrängt, sondern aktiv daran arbeitet, ist
weniger gefährdet. Dafür ist auch wichtig, soziale Kontakte zu pflegen und
sich von niemandem unter Druck setzen zu lassen.
Professor Dr. Ingeborg Siegfried rät in VITAL jeder Frau, die spürt, dass sie
ein Medikament nicht verträgt, ihren Arzt sofort darauf anzusprechen und das
Problem zu klären. Wenn das nicht möglich ist, dann suchen Sie einen neuen.
Übrigens: Seit Mai läuft in 22.000 Apotheken Deutschlands eine Kampagne zum
Thema Frauengesundheit. In den Apotheken erhalten Sie eine Broschüre, in der
Sie ausführliche Informationen dazu erhalten. Darin werden für Frauen typische
Krankheiten beschrieben und nützliche Tipps zum Lindern der Beschwerden
geliefert.
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Aus
Krisen Kraft schöpfen
`Was uns nicht umbringt, macht uns stark`, so eine
alte Volksweisheit. Aber stimmt sie wirklich? Sind wir von solch unerschütterlicher
Seelenkonstitution, dass Erlebnisse wie Scheidung, schwere Krankheit oder Tod
nicht zwingend unser gesamtes Leben aus den Angeln heben? Oder kann ein normaler
Mensch persönliche Katastrophen nur mit der Decke über dem Kopf nach dem Motto
`Augen zu und durch` überstehen?
`Bei manchen Menschen ist der Umgang mit schweren Situationen und eine positive
Lebenseinstellung bereits angeboren,` sagt der renommierte amerikanische
Krisen-Experte Keith Harrel. `Alle anderen können sie erlernen.`
Auf Geleistetes stolz sein
Wer in einem fortgeschrittenen Alter ist, hat in
seinem Leben schon so manche Krise durchlebt. Und genau auf diese dunklen
Momente, so Harrell, sollte man mit Stolz zurückblicken und sich vor Augen führen
wie man die Situation damals gemeistert hat, welche Veränderungen sich für das
persönliches Leben daraus ergeben haben und wie sich die Lebenseinstellung
dadurch verändert hat.
Eine positive Grundhaltung ist Harrels Kapital . Nach seinem Studium in Seattle
arbeitete der Amerikaner 14 Jahre bei IBM und schaffte sich dort den Ruf eines
Topverkäufers und erfolgreichen Trainingsleiters. Als Firmensprecher, Trainer
und Berater stand er Angestellten Amerikas größter Unternehmen zur Seite,
darunter Microsoft, Kodak und Coca-Cola. Er lehrt den Umgang mit der persönlichen
Krise.
Seine wichtigsten Tipps:
* Akzeptieren Sie die Tatsache, dass sich etwas ändert,
und glauben sie fest daran, dass die Krise auch eine Chance für Sie bedeuten
kann.
* Verinnerlichen Sie sich, dass Veränderungen ein fester Bestandteil des Lebens
sind. Konzentrieren Sie sich darauf Lösungen zu finden, anstatt mit Ihrem
Schicksal zu hadern.
* Gehen Sie die Veränderungen Schritt für Schritt an. Rücken Sie erst zum nächsten
Schritt vor, wenn sie den vorherigen erfolgreich abgeschlossen haben. Auf diese
Weise verspüren Sie Erfolg bei kleineren Dingen und bekommen Selbstvertrauen für
größere Aufgaben.
* Hören Sie ja nicht auf, sich mit den Herausforderungen zu konfrontieren, die
eine Veränderung mit sich bringt. Beginnen sie jetzt an einer besseren Zukunft
zu arbeiten. Es lohnt sich!
* Seien Sie sich Ihrer Probleme immer bewusst und stellen Sie sich Ihnen. Wenn
Sie ein Problem verdrängen, werden sie es dadurch nicht los.
Jeder Mensch könne seine Lebenseinstellung frei bestimmen, und jeder sollte
sich deshalb von Zeit zu Zeit darüber klar werden, ob er eine gesunde und
positive Lebenseinstellung hat, so Harrel. Sein Credo: `Konzentrieren Sie sich
auf das Wort `Gewinnen`. Was möchte ich erreichen, was muss ich auf persönlicher
und beruflicher Ebene leisten, um dorthin zu gelangen?`
Ein weiterer wichtiger Schlüssel für positives
Denken, so Harrel, ist mehr zu agieren als zu reagieren. Agieren bedeutete
Verantwortung übernehmen, sich bewusst sein, wie wichtig es ist vorrausdenkend
zu planen. Und da ungefähr 80 Prozent unserer Lebenseinstellung nonverbal ist,
sei es wichtig, dass wir uns im Klaren darüber sind, welches Lebensgefühl wir
ausstrahlen. Zu den angenehmen Nebeneffekten positiven Denkens gehört auch eine
bessere körperliche Verfassung. Denn ein glücklicher Mensch schüttete mehr
Endorphine aus und die helfen dem Körper schneller zu heilen.
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Kinder
brauchen auch in Bezug auf Sex eine elterliche Leitfigur, ergab jetzt eine
US-Studie.
Viele
Eltern drücken sich davor, mit ihren Kindern über Sex zu sprechen. Doch wie
wichtig gerade dieses Thema ist, haben jetzt amerikanische Wissenschaftler
herausgefunden. Wenn Sex zu Hause ein Tabuthema ist, begehen Jugendliche in
Bezug auf Verhütung und Aidsprävention häufiger schwerwiegende Fehler, so das
Ergebnis einer Umfrage der Amerikanischen Psychologenvereinigung in Washington
D.C., bei der 907 Familien befragt wurden.
`Mangelnde Aufklärung führt häufig zu Unglücken`, so der Psychologe und
Mitarbeiter der Studie Daniel Whitaker. `Wie in allen anderen Lebensbereichen
brauchen Jugendliche auch zur Ausbildung ihrer Sexualität eine Leitfigur, an
der sie sich orientieren können und mit der sie im Problemfall reden können.`
Mehr Verantwortungsbewusstsein
Falsch sei der Eindruck, dass die Jugendlichen
durch offene Gespräche und umfassende Aufklärung erst sexuell aktiv werden würden.
Tamara Kreinin, Präsidentin des Komitees für sexuelle Aufklärung und
Erziehung in New York: `Eltern glauben, dass sie ihre durch Offenheit auf den
`Geschmack` bringen. Viele Studien beweisen uns allerdings das Gegenteil –
Kinder werden dadurch verantwortungsbewusster.`
Lieber falsch, als gar nicht
Die Umfrage ergab weiterhin, dass die Kindern, die
mit ihren Eltern ohne Probleme über Sex sprechen konnten, meist auch die
Ansichten der Eltern teilten. Dennoch ist das Gesprächsthema für viele Eltern
nicht einfach. `Viele haben Angst das Falsche zu sagen. Damit richten Eltern
aber meist weniger an, als wenn sie gar nicht über das Thema Sex sprechen,`
sagt Whitaker, der Eltern empfiehlt Kinder von klein auf mit diesem Thema
vertraut zu machen, damit sie ein natürliches Verhältnis zu ihrer Sexualität
entwickeln
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Inhaltsverzeichnis
Entnommen
aus: http://www.zdf.msnbc.de/news/63093.asp
Liebe
und Sexualität driften nach Ansicht von Wissenschaftlern immer weiter
auseinander. “Der Wunsch, dass beides zusammenkommt, ist noch immer sehr
stark, aber es gelingt immer seltener”, sagte Prof. Volkmar Sigusch,
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sexualwissenschaft (DGfS) in einem
Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die
älteste und größte Forschergemeinschaft, die sich mit dem Liebesleben der
Menschen beschäftigt, feierte am Wochenende in Frankfurt ihr 50-jähriges
Bestehen.
Die “moralische Grundanforderung” an
eine Beziehung habe sich auf wenige Punkte reduziert, sagte Sigusch. “Im Kern
heißt die Regel: den anderen lieben und ihm treu sein.” Weil die Begriffe
aber so eng gekoppelt seien, funktioniere das eine nur mit dem anderen. Das heißt:
Wenn das Gefühl des Verliebtseins nachlässt, haben viele Menschen nicht mehr
das Gefühl, auch treu sein zu müssen.
“VERBINDUNG DURCH KLEINE PERVERSION”
In einer breit angelegten Untersuchung will
Sigusch, der auch Direktor des Frankfurter Instituts für Sexualwissenschaft
ist, herausfinden, wie es manchen Paaren dennoch gelingt, jahrzehntelang ein erfülltes
Sexualleben zu haben. Seine These: “Sie verbindet eine kleine Perversion.”
Wissenschaftlich
wird der Begriff “pervers” nicht im Sinne von “abnorm” gebraucht,
sondern meint eine lebenslange Begeisterung für eine bestimmte Sache, “zum
Beispiel für eine bestimmte sexuelle Spielart, das Geräusch des Atems, den
Geruch oder auch die Form der Nasenflügel”. Sigusch zufolge laufen solche
Mechanismen immer unbewusst ab. Gerade deshalb könnten sie für das lebenslange
gegenseitige Begehren eines Paares verantwortlich sein.
Die steigenden Scheidungszahlen erklärt
Sigusch auch unkonventionell mit der gestiegenen Lebenserwartung: “Die Ehe
wurde zu einer Zeit erfunden, als die Menschen wenige Jahre miteinander lebten.
Heute soll ein Paar viele Jahrzehnte miteinander auskommen. Das hält diese
Institution nicht aus.” Den Vorstoß der Bundesregierung, außerhalb der Ehe
nur homosexuelle Paare rechtlich gleichzustellen, hält er daher für falsch:
“Die gleichen Rechte müssten auch für heterosexuelle Paare gelten, die nicht
heiraten wollen.”
INTERNET GEGEN EINSAMKEIT
Das Internet sieht Sigusch nicht als Gefahr
für das “reale” Sexualleben, im Gegenteil: “Über das Netz schaffen es
viele Menschen, aus ihrer Einsamkeit herauszukommen”, glaubt er. Erotische
Chat-Rooms hätten auch den Zweck, einen realen Partner zu finden. Das
Spielerische des Mediums, bei dem man schreibend nicht nur Name und Alter,
sondern mühelos auch Geschlecht und Lebensgeschichte verändern kann, rege die
Fantasie an und wirke im besten Fall auch im realen Leben befreiend.
Nur in seltenen Fällen führe das
virtuelle Wechselspiel zu einer “Zersetzung” der Persönlichkeit. “Das
kommt nur bei Menschen vor, die ohnehin instabil sind. Sie wären auch ohne die
Internet-Erfahrung krank geworden.” Das gleiche gilt Sigusch zufolge bei
Internet-Sex-Sucht: “Die Betroffenen sind in erster Linie süchtig und werden
erst dann Opfer eines bestimmten Mediums.”
8. Oktober 2000
Mit Material von: DPA http://www.zdf.msnbc.de/news/63093.asp
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VERTRAGS-HANDYS
SIND NICHTS FÜR KINDER
Mobiltelefone mit Vertragsbindung sind
nichts für Kinder und Jugendliche. Die Verbraucherzentrale Niedersachen warnt
vor "falschen" Weihnachtsgeschenken. "Wer seinem Kind unbedingt
ein Handy schenken will, sollte ein Gerät mit aufladbarem Guthaben
nehmen", so die Verbraucherschützer. So seien die Telefonkosten wenigstens
einigermaßen zu kontrollieren.
Eine Kostenfalle für Halbwüchsige
verbirgt sich hinter den beliebten Angeboten von abrufbaren Klingelmelodien und
Bildschirmlogos. Die Service-Vorwahl 0190 geht oft gleich mehrfach ins Geld. Zu
den üblichen Tarifen von 3,63 Mark pro Minute kommt noch der Aufschlag für die
Verbindung ins Festnetz. Ausgedehnte Telefonansagen treiben die Kosten genauso
in die Höhe wie das lange Herunterladen auf das Gerät. "Da kostet ein
einzelnes Logo häufig schon 15 bis 20 Mark", so ein Verbraucherschützer.
Wer seinem Kind trotz allem
ein Handy schenken will, sollte auch auf die Strahlung des Geräts achten. Eine
Übersicht strahlungsarmer Geräte ist bei der Verbraucherzentrale unter der
Rufnummer 0511/91 19 60 zu bestellen.
(dpa/Iris Dietz) (22.12.2000) vollständige Meldung bei
http://www.compuserve.de/computingwelt/news/contentview.jsp?cid=83246
Link-Tipp: Mehr
zum Thema Mobilfunk im CompuServe-Special
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